Falsche Behauptung: „Von Tauben geht keine grössere Gesundheitsgefährdung aus als von anderen Tieren“
Das stimmt so nicht. Bei Tauben wurden bis heute insgesamt 70 verschiedene humanpathogene Krankheitserreger nachgewiesen: fünf Viren, 20 Bakterien, 44 Pilze und ein Einzeller.
Aktueller Bericht aus der Animal-Health-Online: Pilz aus Taubenkot kann das Zentralnervensystem infizieren
New York - Forscher des Albert Einstein College of Medicine haben nachgewiesen, dass bei amerikanischen Stadtkindern ein Pilz weit verbreitet ist, der Infektionen im Zentralnervensystem verursachen kann. Mit dem so genannten Cryptococcus neoformans sind 70 Prozent der über Fünfjährigen infiziert. Zwischen zwei und fünf Jahren liegt die Infektionsrate bei 50 Prozent.
Tauben scheiden den Pilz mit ihrem Kot aus. Die Infektion erfolgt dann durch das Einatmen.
Das könnte bedeuten, dass alle Kinder im städtischen Bereich der Gefahr einer Infektion ausgesetzt sind. Laut Goldman seien die Langzeitfolgen einer Infektion derzeit nicht bekannt. "Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass diese Infektion durch ihre weite Verbreitung eine mögliche Ursache für häufige Kinderkrankheiten ist. Unser nächstes Ziel
ist die Erforschung der akuten Infektion und der Möglichkeiten zu ihrer Bekämpfung."
Problematik durch Stadttauben

Verwilderte Haustauben bevölkern unsere Städte in grossen Scharen.
Wohn- und Bürogebäude, Industriehallen, Lichthöfe, Balkone, Dachterrassen, Mauer- und Fenstersimse sind beliebte Treffpunkte und Nistplätze großer Taubenpopulationen.
Tauben sind sind eine Hygienegefahr und oft fehlernährt und krank.
Schäden:
- Die Folgen von zu vielen Tauben sind Lärm, Schmutz und Beschädigungen an Stein und Metall. Taubenkot enthält agressive Säure, die den Verfall von Fassaden und Ornamenten beschleunigen kann. Die Exkremente begünstigen die Entstehung von Hausschwamm und fördern die Ansiedlung von Pilzen, die das Mauerwerk zerstören.
- Menschen in der Nähe von Taubenplätzen klagen über die Geruchsbelästigung durch den übel riechenden Taubenkot. (In Deutschland haben Gerichte wegen Taubenbefall Miet-Minderung um 8 % anerkannt.)
- Tauben verstopfen durch Federn, Kot und Nistmaterial Dachrinnen und Abflüsse und können so Wasserschäden hervorrufen. Eine Taube produziert im Jahr etwa 6 Pfund Nasskot!
- In Industriebetrieben werden Fahrzeuge, Maschinen und Produkte von Tauben verschmutzt und beschädigt. Dadurch entstehen hohe Reinigungs-, Service- und Ausfallkosten.

Gesundheitsgefahren:
Tauben sind nicht nur eine Hygienegefahr, sie können auch Krankheiten übertragen. Die Gefahr durch Taubenkot wird oft nicht erkannt.
Kranke, Kinder und ältere Menschen sollten zur Vorsicht den Kontakt mit Tauben und deren Ausscheidungen meiden.